POLITYKA   Komentator. Europa-Niemcy-Polska  
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Rekord-Arbeitslosigkeit

Steinbrück fordert Umsteuern in Europapolitik

/15.04.2013/ Die Zahlen sind erschreckend: Die Arbeitslosigkeit in Europa ist so hoch wie noch nie. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück fordert ein Umsteuern in der Europapolitik. Statt des einseitigen Spardiktats der Regierung Merkel brauche man einen Wachstums- und Beschäftigungspakt für Europa.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sieht insbesondere in der gestiegenen Jugendarbeitslosigkeit eine zunehmende Gefahr für die Demokratie und das europäische Einigungsprojekt. „Not frisst Demokratie.“ Mit diesen Worten hat Steinbrück wiederholt auf die gravierenden Auswirkungen von Arbeitslosigkeit, Armut und scheinbarer Perspektivlosigkeit hingewiesen. Diese öffneten „die Ohren vieler Menschen für Sündenbocktheorien und populistische Losungen. Das dürfen wir in Europa nicht hinnehmen“, mahnte Steinbrück Ende März 
in einem Gespräch mit Berliner Schülern .
Merkels Spardiktat erweist sich als Irrweg
Die Bekämpfung von Armut und Jugendarbeitslosigkeit müsse deshalb oberste Priorität genießen. Dafür braucht es ein Umsteuern in der Europapolitik: Das aktuelle Spardiktat, für das die Regierung Merkel maßgeblich die Verantwortung trägt, erweist sich als Irrweg und schädlich für Europa. Was es stattdessen brauche, sei ein Wachstums- und Beschäftigungspakt für Europa.

Nötig sei darüber hinaus eine Vision, eine Idee von Europa. Europa dürfe „nicht nur als ökonomisches Gebilde, sondern muss als Zivilisationsprojekt“ wahrgenommen werden, sagte Steinbrück bei der
Klartext-Veranstaltung am 3. April in Berlin . Steinbrück forderte, Europa mit Leben zu füllen. Dies koste zwar Kraft, doch es sei notwendig: „Wir müssen das tun“, fordert Steinbrück, denn: „Europa ist phantastisch.“
Arbeitslosenquote in Europa auf Rekordhoch
In der Euro-Zone waren im Februar 2013 mehr als 19 Millionen Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag damit bei zwölf Prozent. Insgesamt waren in den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union im Februar rund 26,3 Millionen Menschen arbeitslos – dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 10,9 Prozent. Im Vergleich zu Februar 2012 stieg damit die Anzahl der arbeitslosen Menschen im Euroraum um circa 1,78 Millionen, in der Europäischen Union nahm die Anzahl der Arbeitslosen sogar um mehr als 1,8 Millionen zu. Laszlo Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, nannte die Arbeitslosenzahlen eine „Tragödie für Europa.“
Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit ist beunruhigend
Die Arbeitslosenstatistik zeigt: Insbesondere junge Menschen leiden unter der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt. In der Europäischen Union lag die Arbeitslosenquote bei Menschen unter 25 Jahren im Februar 2013 bei 23,5 Prozent (im Februar 2012 lag sie bei 22,5 Prozent). Im Euroraum nahm die Jugendarbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum noch rapider zu. Die Jugendarbeitslosenquote stieg von 22,3 Prozent auf 23,9 Prozent. In manchen Ländern sind sogar mehr als 50 Prozent der Jugendlichen arbeitslos





Źródło: www.spd.de
www.1and1.pl