POLITYKA   Komentator. Europa-Niemcy-Polska  

Sensation in Niedersachsen

Sieg für Rot-Grün










/22.01.2013/ Stephan Weil: "Ich freue mich jetzt auf fünf Jahre Rot-Grün."

Was für ein Wahlabend! Und was für ein sensationeller Sieg für Rot-Grün! Nach einem unglaublich spannenden Herzschlagfinale hat Rot-Grün in Niedersachsen endgültig die Nase vorn. Es ist die zwölfte Landtagswahl in Folge, in der Angela Merkel keine einzige schwarz-gelbe Mehrheit mehr erringen konnte. „Das bedeutet für dieses Jahr, dass auch ein Wechsel im Bund möglich ist“, freut sich SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

Erst um 23:40 Uhr stand nach einer langen Wahlnacht das vorläufige amtliche Endergebnis fest: SPD und Grüne verfügen über ein knappe Mehrheit von einem Sitz vor CDU und FDP. Nicht einmal das Tricksen mit über 100 000 Leihstimmen der CDU für die fußlahme FDP hat der schwarz-gelben Regierung unter David McAllister das Überleben sichern können. Am Ende unterlag McAllister, der sich in Hannover von seiner Partei schon als Sieger hatte feiern lassen.

Die SPD legt zu und kommt auf 32,6 Prozent. Die CDU verliert rund 6 Prozent und kommt auf 36,0 Prozent der Stimmen. Die Grünen gewinnen deutlich zu und vereinen 13,7 Prozent der Stimmen auf sich. Die FDP kommt auf 9,9 Prozent der Stimmen. Weder den Piraten noch der Linkspartei gelingt mit jeweils rund 2 bis 3 Prozent der Einzug in den Landtag. In unserer interaktiven Wahlinfografik rechts können Sie das vorläufige amtliche Endergebnis sowie die Wahlkreisergebnisse anschauen.


Bereits nach den ersten Hochrechnungen feierten die Anhänger der SPD in Hannover ihren Spitzenkandidaten. Weil sagte am frühen Abend: „Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Jetzt weiß noch niemand, wer sich am Ende des Abends als Sieger fühlen kann.“ Er freue sich sehr, dass die Wahlbeteiligung gestiegen sei. „Das ist gut für die Demokratie in Niedersachsen am Ende eines außerordentlich fair geführten Wahlkampfes." Weil sprach seinem politischen Gegner Respekt dafür aus.

Angesichts der sich abzeichnenden Chance auf einen Regierungswechsels betonte Weil später, er wolle auch bei nur einem Mandat Mehrheit eine rot-grüne Koalition in Niedersachsen bilden. "Bei dem Stand der Dinge habe ich das auch vor."


Weil: "Ich bin sehr stolz auf meine Partei"

Der SPD-Spitzenkandidat versprach: „Wir werden hart daran arbeiten dieses Vertrauen zu rechtfertigen. " Ganz besonders dankte er den Helferinnen und Helfern, den Mitgliedern der SPD für ihren überaus engagierten Wahlkampf. "Ich finde das großartig. Die niedersächsische SPD hat Charakter bewiesen. Ich bin heute Abend sehr stolz auf meinen Landesverband."




















Steinbrück: Ein Machtwechsel im Herbst ist möglich

Auch in Berlin freute sich die Parteispitze über die Stimmenzugewinne der SPD im Norden: Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sagte am frühen Abend, es sei ihm „sehr bewusst“, dass es aus der Berliner Richtung für Stephan Weil und die SPD Niedersachsen keinen Rückenwind gegeben habe. „Es ist mir auch bewusst, dass ich maßgeblich dafür eine gewisse Mitverantwortung trage.“

Dennoch habe die SPD gemeinsam mit den Grünen zugelegt. „Es steht fest, dass die CDU 6 Prozent verloren hat – das ist ein Ergebnis dieses Abends. Das bedeutet für dieses Jahr, dass auch ein Wechsel im Bunde möglich ist.“

Steinbrück: „Ich weiß, was ich kann und dass ich für diesen Wahlkampf meinen Beitrag leisten kann . Ich bin mir sicher, dass ich gemeinsam mit den Grünen ein solches Ergebnis erzielen kann, dass ein Machtwechsel im Herbst möglich ist. Egal wie dieser Abend ausgeht, das Ergebnis gibt uns Rückenwind für die nächsten Monate. Ich bin verlässlich und will mit euch gewinnen.“


Gabriel: SPD und Grüne haben gemeinsam zugelegt

Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel schickte an die niedersächsische SPD „einen großen Dank für den ungeheuer engagierten Wahlkampf.“ Die SPD habe zugelegt, die CDU habe verloren. „Und bei der FDP merkt man, dass es die nur noch gibt, wenn sie Fremdblutzufuhr bekommt. Die existiert eigentlich nicht mehr.“

Gabriel weiter: „Diese Wahl macht deutlich: Stimmen für Linkspartei und Piraten sind verlorene Stimmen in Deutschland. Wer sich für einen politischen Richtungswechsel stark machen will, der muss SPD oder Grüne wählen.“ Die SPD habe gemeinsam mit den Grünen zugelegt in Niedersachsen. „Das ist es, was wir im Spurt zur Bundestagswahl im September auch schaffen wollen.“


Nahles: "Großartige Kampfleistung der SPD Niedersachsen"

Auch SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles dankte dem niedersächsischen Spitzenkandidaten Stephan Weil und der Landes-SPD für eine "großartige Kampfleistung". "Ich bin stolz auf die niedersächsische SPD."












Alle packten an

Die gesamte SPD hatte gemeinsam mit dem Spitzenkandidaten Stephan Weil bis zuletzt um jede Stimme gekämpft: Noch am Samstag waren Weil, sein Team sowie die SPD-Parteispitze in ganz Niedersachsen unterwegs, hatten in Fußgängerzonen und an Haustüren das Gespräch zu den Wählern gesucht und Rosen verteilt. Unter dem Motto: „Alle packen an“, waren Wahlkampfhelfer aus ganz Deutschland nach Niedersachsen gereist, um den Spitzenkandidaten der SPD Niedersachsen zu unterstützen.



Quelle: http://www.spd.de/86202/20130120_wahlabend_niedersachsen.html;jsessionid=3630B5C39C9CB769736AE365174FC252

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