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Data publikacji: 22.09.2016

Konzert

aus Anlass des  Tages der Deutschen Einheit  Musik der Klassik Schlesien und Wien Kammermusik von Joseph Elsner, Franz Xaver Gebel und Joseph Haydn


27. September 2016, 19.00 Uhr

Hofkirche Breslau

Eintritt frei

Programm:

Joseph Haydn: „Froschquartett“ D-Dur, op. 50, Nr. 6

Joseph Elsner: Streichquartett d-moll, op. 8, Nr. 2

(10 Minuten Pause)
Franz Xaver Gebel: Streichquintett Nr. 8 B-Dur, op. 27

Es spielt das erweiterte Hoffmeister-Quartett:

Christoph Heidemann und Ulla Bundies, Violine

Aino Hildebrand, Viola

Martin Seemann und Patrick Sepec, Violoncello

Werke von zwei schlesischen Komponisten – Joseph Elsner (1769–1854) und Franz Xaver Gebel (1787–1843) erklingen in diesem Konzert zusammen mit einem Streichquartett von Joseph Haydn. Sowohl Elsner als auch Gebel erlernten ihr musikalisches Handwerk in Wien, Elsner im letzten Jahrzehnt des achtzehnten, Gebel im ersten Jahrzehnt des neunzehnten Jahrhunderts. Sehr unterschiedlich waren ihre jeweiligen Karrieren:

Joseph Elsner wurde in Grottkau geboren, in Breslau  setzte er seine Ausbildung fort – zunächst in der Klosterschule der Dominikaner, danach im jesuitischen St.-Matthias-Gymnasium. Er wurde später ein wichtiger Kapellmeister, Komponist und Pädagoge in Warschau, wo er viele polnische Komponisten, darunter Frédéric Chopin, ausbildete und die musikalische Entwicklung im geteilten Polen prägte. Dennoch ist seine schöne Instrumentalmusik heute nur wenig bekannt.

Franz Xaver Gebel wurde 1787 in Fürstenau unweit Breslaus geboren und erfuhr seine musikalische Ausbildung in Breslau und Wien. Nach verschiedenen Tätigkeiten als Kapellmeister in Wien, Pest, Hermannstadt und Lemberg ging er 1817 nach Moskau. Hier organisierte er öffentliche Kammermusik-Konzerte, in denen er nicht nur die Werke Ludwig van Beethovens propagierte, sondern auch eigene Kompositionen vorstellte. Heute sind seine Werke in Russland ebenso wie anderswo nahezu völlig vergessen.

Das Kulturforum, das bereits 2015 eine CD mit Gebels Streichquartetten, gespielt vom Hoffmeister-Quartett, produziert hat, präsentiert in diesem Jahr eine weitere CD mit Kammermusikwerken Franz Xaver Gebels, dem Streichquintett Nr. 8 in B-Dur und der Sonate für Fortepiano und Violoncello. Mit der Aufführung in der Breslauer Hofkirche kehrt die Musik dieses fast vergessenen schlesischen Komponisten in seine ursprüngliche Heimat zurück.

Das Hoffmeister-Quartett wurde im Jahr 2002 mit dem Ziel gegründet, die Streichquartette der Klassik und Frühromantik in ihrer kaum erschlossenen Vielfalt wiederzuentdecken und im Klang ihrer Zeit aufzuführen. Benannt nach Franz Anton Hoffmeister, dem Zeitgenossen, Freund und Kollegen von Mozart und Haydn, nimmt das Ensemble immer auch Streichquartette weniger bekannter Meister ihrer Zeit in seine Programme auf.

Am ersten Pult des Hoffmeister-Quartetts wechseln sich die in Hannover ansässigen Geiger Christoph Heidemann und Ulla Bundies ab, aus Berlin kommen die Bratschistin Aino Hildebrand und der Cellist Martin Seemann. Sie alle musizieren auch in renommierten deutschen Ensembles wie Akademie für Alte Musik Berlin, Cantus Cölln, Concerto Brandenburg, Concerto Köln, Lautten Compagney und Musica Alta Ripa. Konzertreisen führten das Hoffmeister-Quartett bisher nach Belgien und in die Niederlande, nach Polen, Russland und in die Ukraine sowie nach Japan.

Im Streichquintett von Franz Xaver Gebel wird das Hoffmeister-Quartett von Patrick Sepec verstärkt. Patrick Sepec erhielt seine Ausbildung als Cellist in Basel. Sein Interesse liegt ebenso in der Neuen wie in der Alten Musik. Regelmäßig arbeitet er mit Ensembles wie Affetti musicali, ensemble1800berlin und dem Freiburger Barockorchester.


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