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USA lösen Frankreich als wichtigsten deutschen Handelspartner ab


/ 03.03.2016/ Jahrzehntelang war Frankreich Deutschlands Partner Nummer eins im
Außenhandel. Starke Exporte aus der Bundesrepublik in die boomende
US-Wirtschaft haben das im vergangenen Jahr geändert.

Wiesbaden (dpa) - Der Aufschwung in den USA hat auch Auswirkungen auf
die Handelsbeziehungen zu Deutschland: Erstmals seit 55 Jahren waren
die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr wieder der wichtigste
Handelspartner der deutschen Wirtschaft. Dies berichtete das
Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden.

Mit einem Gesamt-Außenhandelsumsatz (Exporte und Importe) von mehr
als 173,2 Milliarden Euro verwiesen die US-Amerikaner zum ersten Mal
seit dem Jahr 1960 den langjährigen Ersten Frankreich (rund 170,1
Mrd) auf den ungewohnten zweiten Platz - vor den Niederlanden und
China. Die Franzosen waren zuvor seit 1961 mit Ausnahme des Jahres
1974 (Niederlande) wichtigster Handelspartner der Deutschen.

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Der Außenhandelsumsatz mit den USA ist vor allem durch die starken
deutschen Exporte geprägt. Sie lagen im vorigen Jahr mit einem Wert
von 113,9 Milliarden Euro fast doppelt so hoch wie das Volumen der
Importe aus Amerika (59,3 Mrd), so dass unter dem Strich ein klar
positiver Außenhandelssaldo von 54,6 Milliarden Euro übrig blieb.
Ähnlich hohe Überschüsse ergaben sich in den Handelsbeziehungen zu
Großbritannien (51,03 Mrd) und Frankreich (36,04 Mrd).

Ganz anders sieht die Bilanz mit China aus: Aus der Volksrepublik
kamen 2015 die höchsten Importe mit einem Gesamtwert von 91,52
Milliarden Euro, während dort nur vergleichsweise wenige Waren aus
Deutschland eingeführt wurden (71,21 Mrd Euro). Das Ergebnis im
China-Geschäft war im vergangenen Jahr daher ein Importüberschuss -
also ein aus deutscher Sicht negativer Außenbeitrag - von gut 20,31
Milliarden Euro. Die nächsten wichtigen Lieferländer waren die
EU-Staaten Niederlande (88,12 Mrd) und Frankreich (67,01 Mrd).

Auf einer Liste von 239 Handelspartnern erzielte Deutschland mit 176
Ländern eine positive Außenhandelsbilanz. 58 Staaten lieferten
hingegen mehr in die Bundesrepublik, als sie aus Deutschland
importieren. Hier lagen die Chinesen vor den Niederlanden und
Norwegen an der Spitze. Bei fünf kleinen Regionen fehlen die Angaben.


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