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Immer mehr Erwerbstätige in Deutschland


/ 17.02.2016 / Trotz aller Digitalisierung wird in Deutschland derzeit so viel
gearbeitet wie kurz nach der Wiedervereinigung. Weil sich immer mehr
Menschen beteiligen, muss der Einzelne aber nicht mehr so lange ran.

Wiesbaden (dpa) - In Deutschland sind im vergangenen Jahr erneut mehr
Menschen erwerbstätig gewesen. 2015 standen im Schnitt 43,03
Millionen Einwohner im Erwerbsleben, wie das Statistische Bundesamt
am Dienstag mitteilte. Im vierten Quartal wuchs die Zahl sogar auf
den Rekordwert von 43,43 Millionen.

Wie bereits in den drei Jahren zuvor sank dabei erneut die Zahl der
Selbstständigen, was aber durch zusätzliche Arbeitnehmer mehr als
ausgeglichen wurde. Unter dieser Gruppe sind Angestellte, Beamte,
geringfügig Beschäftigte und Soldaten erfasst. Im vierten Quartal
2015 stieg ihre Zahl auf 39,18 Millionen - gegenüber 4,25 Millionen
Selbstständigen und ihren mithelfenden Angehörigen.

Die von allen gemeinsam erbrachte gesamtwirtschaftliche
Arbeitsleistung wuchs um 2 Prozent auf knapp 59 Milliarden Stunden
im Jahr 2015. Damit wurden fast die Rekordwerte von kurz nach der
Wiedervereinigung erreicht, als auf dem Gebiet der früheren DDR noch
große Belegschaften mitgezählt wurden. Im Jahr 1991 waren laut
Statistik noch 60,3 Milliarden Arbeitsstunden geleistet worden.

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Wegen der seitdem immer stärkeren Teilzeitarbeit und der zunehmenden
Beteiligung weiter Bevölkerungsgruppen ist die Arbeitsbelastung jedes
einzelnen Beschäftigten in der Tendenz gesunken. Im Jahr 2015
leistete jeder Erwerbstätige durchschnittlich 1371 Arbeitsstunden,
fast 200 weniger als im Jahr 1991 (1565 Stunden). Die aktuelle
Arbeitsleistung entsprach rund sechs Stunden pro Arbeitstag.


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