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Zum ersten Mal die Getsix Golf Trophy

Peter Stahn

/29.05.2012/ Am 19. Mai diesen Jahres wurde zum ersten Mal die Getsix Golf Trophy ausgetragen. Ausgesucht als Austragungsort wurde das sehr pitoreske Schloß Krobielowice, vor den Toren von Breslau gelegen. Dieser in einen alten Park eingebettete 9 Loch Golf kurs war die große Herausforderung für die 36 Damen und Herren , die um den ersten Platz kämpften.

GetSix ist seit Jahren erfolgreich am polnischen Markt mit kaufmännischen Dienstleistung, und der Stammsitz der Gesellschaft befindet sich garnicht weit vom Golfplatz entfernt an der A4 in Bielany.


Der „Palast Krieblowitzist im 16. – 18. Jahrhundert entstanden, größtenteils mit gotischen Elementen. Seit 1991 hat er einen neuen Besitzer, der die Gebäude mit viel Liebe renoviert hat und eben auch den Golfplatz, einer der ersten in Polen überhaupt, im Park etabliert hat.

Lange Zeit war die Anlage auch im Besitz der Familie Blücher. Und der berühmte Feldmarschall starb hier auch 1819.

In Angedenken an diese Zeiten begann das Turnier dann auch mit einem Kanonenstart. Wobei Kanonendonner gab es nicht zu hören, es war dann mehr eine Fanfare, die den Spielern signalisierte, jetzt zu beginnen. Alle hatten nämlich aufgeteilt in Gruppen, den Flights, vorab Ihre Plätze eingenommen. Üblicherweise spielt man Golf vom 1. Loch aus und geht dann weiter zum nächsten etc. Da aber auf diese Art bald 2 Stunden vergangen wären, bis die letzte Gruppe hätte loslegen können, entschloss sich der Veranstalter alle zur gleichen Zeit beginnen zu lassen.

Bei wunderbarem Sonnenschein, bereits gestärkt durch ein Glas Champagner, wurde unter Ausnutzung vieler Schläger und noch mehr Bällen darum gestritten, wer am Ende die wenigsten Schläge brauchte. Üblicherweise geht ein Golfturnier über 18 Löcher und so wurde der Platz eben zweimal begangen. Das interessante an Krobielowice hierbei ist, das die meisten Löcher 2 unterschiedliche Teas (die Abschlagsstationen) haben, sodass der Drive (der erste lange Abschlag) jeweils anders ausfällt.

Der Platz erfordert ein sehr korrektes Spielen und für nicht so Geübte war es ein Leichtes, den Ball ins Rough (Seitenaus der Spielbahn) zu befördern. Da sah man dann sehr häufig die Spielergruppe wie die Störche durchs hohe Gras stapfen, um den klitzekleinen Ball aufzustöbern. Denn wenn ein Ball verloren war, wurde ein Strafschlag gezählt, was naturgemäß zu vermeiden war.
Nach durchschnittlich hundert Schlägen und Verzehr des Lunchpaketes trudelten dann am späten Nachmittag die Spieler erschöpft und teils sonnenverbrannt wieder auf der Schlossterrasse ein.

Eine kleine Herausforderung gab es aber unterwegs noch zu meistern: es wurde darum gespielt wer es an einem Loch geschafft hat den längsten Abschlag zu erzielen (Longest Drive) und an einem anderen Loch mit einem Schlag am nächsten an die Fahne (Nearest to the Pin) zu kommen.

Natürlich wurde während des Tages viel gefachsimpelt, das ist beim Golf nicht anders, als in vielen anderen Sportarten auch.

Aber dieses Einladungsturnier war nicht nur für Fachleute. Es gab auch eine Golfschule für Interessierte. Auf der schloßeigenen DrivingRange (Übungsplatz) hatten alle anderen Besucher die Chance, mal einen Schläger in die Hand zu nehmen und selber zu probieren, wie man mit dem richtigen Schwung einen kleinen Ball möglichst weit befördert.

Der Abend klang dann mit Bier, Grill, der Siegerehrung und guten Gesprächen aus, und bei vielen Anfängern entstand der Wunsch , das Golfen doch einmal ernster als Ausgleichssport ins Visier zu nehmen